Uniview-Typenbezeichnungen erklärt – so lesen Sie einen UNV-Modellnamen
In diesem Beitrag erklären wir Schritt für Schritt, wie die Typenbezeichnungen von Uniview-(UNV-)IP-Kameras und NVRs aufgebaut sind. Danach wissen Sie genau, was jede Ziffer und jeder Buchstabe bedeutet, und können UNV-Modelle deutlich leichter miteinander vergleichen.
Wer zum ersten Mal einen Katalog mit Uniview-Kameras durchblättert, verliert schnell den Überblick. Eine Typenbezeichnung wie IPC3614SR3-ADF28KM-G umfasst stolze 23 Zeichen und wirkt auf den ersten Blick wie ein zufälliger Buchstabensalat. Dahinter steckt jedoch eine feste Logik.
In diesem Beitrag erklären wir Schritt für Schritt, wie die Typenbezeichnungen von Uniview-(UNV-)IP-Kameras und NVRs aufgebaut sind. Danach wissen Sie genau, was jede Ziffer und jeder Buchstabe bedeutet, und können UNV-Modelle deutlich leichter miteinander vergleichen.
Uniview-Kameras: So ist eine IPC-Typenbezeichnung aufgebaut

Jede Typenbezeichnung einer Uniview-IP-Kamera beginnt mit den Buchstaben IPC. Daran erkennen Sie sofort, dass es sich um eine Kamera und nicht um einen Rekorder handelt. IPC steht schlicht für IP Camera – leicht zu merken.
1. Hauptcode: der Kameratyp
Direkt nach IPC folgt der Hauptcode, meist 3 oder 4 Ziffern, etwa IPC325, IPC3614 oder IPC6612. Die erste Ziffer verrät, um welchen Kameratyp es sich handelt:
| Code | Kameratyp |
|---|---|
| 2xxx | Bullet-Kamera |
| 3xx | Dome-Kamera |
| 3xxx | Turret-Kamera |
| 6xxx | PTZ-Dome-Kamera |
| 8xx | Fisheye- oder Panoramakamera |
| 9xxx | PTZ-Dome mit zwei Objektiven |
2. Unterkategorie: der Typ im Detail
Die zweite Ziffer ist die Unterkategorie. Zusammen mit dem Hauptcode ergibt sie ein genaueres Bild der Kamera. So ist eine 31x eine flache Mini-Dome, eine 32x eine normale Dome mit Festobjektiv und eine 323x eine Dome mit Vario-Objektiv. Die ersten beiden Ziffern der Typenbezeichnung bilden also gemeinsam Haupt- und Unterkategorie.
Die gängigsten Unterkategorien:
| Code | Beschreibung |
|---|---|
| 21xx | Mini-Bullet-Kamera |
| 22xx | Bullet-Kamera mit Festobjektiv |
| 23xx | Bullet-Kamera mit Vario-Objektiv |
| 31x | Flache Dome (Low Profile) |
| 32x | Dome-Kamera mit Festobjektiv |
| 323x | Dome mit Vario-Objektiv |
| 361x | Turret-Kamera mit Festobjektiv |
| 363x | Turret-Kamera mit Vario-Objektiv |
| 64xx | 4-Zoll-PTZ-Kamera |
| 66xx | Standard-PTZ-Kamera |
| 68xx | 8-Zoll-PTZ-Kamera |
| 81x | Fisheye-Kamera |
| 854x | OmniView-Kamera |
| 86x | Pro-Fisheye-Kamera |
3. Auflösung: die letzte Ziffer des Hauptcodes
Die letzte Ziffer des Hauptcodes gibt die Auflösung in Megapixeln an, zum Beispiel IPC324 oder IPC2328. Einige Beispiele:
| Typenbezeichnung | Auflösung |
|---|---|
| IPC3232SB-ADZK-I0 | 2 MP |
| IPC2124SR3-ADF28KM-G | 4 MP |
| IPC3615SE-ADF28KM-WL | 5 MP |
| IPC328SB-ADF40K-I0 | 8 MP |
4. Produktserie: die zwei Buchstaben nach den Ziffern
Nach der Auflösung folgen zwei Buchstaben, die angeben, zu welcher Uniview-Produktlinie die Kamera gehört:
| Code | Serie |
|---|---|
| LB | Easy-Serie |
| LE | Easy-Star-Serie |
| SB | Prime-I-Serie |
| SS | Prime-II-Serie |
| SE | Prime-III-Serie |
| SA | Prime-IV-Serie |
| EA | Pro-AlphaView-Serie |
5. Funktionscodes: was die Kamera kann
Zum Schluss folgen, meist nach einem Bindestrich, die Funktionscodes. Nehmen wir die IPC3614SR3-ADF28KM-G: Jeder Buchstabe nach SR3- steht für eine Funktion. Diese Kamera hat ein eingebautes Mikrofon (A), unterstützt WDR (D), besitzt ein 2,8-mm-Festobjektiv (F28), einen SD-Kartensteckplatz (K) und ein Metallgehäuse (M).
Die vollständige Übersicht:
| Code | Bedeutung |
|---|---|
| H | Unterstützt 60 fps |
| A | Eingebautes Mikrofon |
| C | Eingebauter Lautsprecher |
| D | Unterstützt WDR |
| K | SD-Kartensteckplatz |
| M | Metallgehäuse |
| S / N | Vereinfachte Verkabelung / kabellos |
| W | WLAN |
| F / Z | Festobjektiv / motorisiertes Zoomobjektiv |
| G | SFP-Port (Glasfaseranschluss) |
| WL | Weißlicht (ColorHunter-Serie) |
Hinweis: Der allerletzte Code der Typenbezeichnung, etwa -G oder -I0, bildet eine Ausnahme. Er gibt die Chipsatz-Version an und ist vor allem für den internen Gebrauch bei Uniview gedacht.
Uniview-Rekorder: So ist eine NVR-Typenbezeichnung aufgebaut
Netzwerk-Videorekorder von Uniview beginnen mit NVR, Hybridrekorder mit XVR. Bei Rekordern dreht sich die Benennung vor allem um zwei Dinge: wie viele Festplatten hineinpassen und wie viele Kameras Sie anschließen können. Darüber hinaus verraten ein Typ- und ein Subtyp-Code, welche Zusatzfunktionen der Rekorder bietet.
Serie und Anzahl der Festplatten
Die erste Ziffer nach NVR gibt die Serie an. Der Großteil des Sortiments gehört zur 300er-Serie: Rekorder der Einstiegs- und Mittelklasse. Beginnt die Nummer mit 5 bis 8, handelt es sich um einen High-End-Rekorder.
Die zweite und dritte Ziffer stehen für die Anzahl der Festplatten. Ein NVR301 bietet Platz für eine Festplatte, ein NVR308 für acht. Ein NVR824 nimmt sogar 24 Festplatten auf.
Anzahl der Kanäle
Wie viele Kameras ein Rekorder verarbeiten kann, lesen Sie an der Zahl direkt nach dem ersten Bindestrich ab. Beim NVR302-08S2-P8 bedeutet der Teil -08S2, dass es sich um einen 8-Kanal-Rekorder handelt.
Typ und Subtyp
Die Buchstaben nach der Kanalanzahl geben den Typ an, also die Serie, zu der der Rekorder gehört. Der Subtyp am Ende verrät, ob der Rekorder PoE oder WLAN unterstützt.
Ein Beispiel: Der NVR301-04X-P4 gehört zur X-Serie. Diese Rekorder sind passiv gekühlt (ohne Lüfter), unterstützen VCA und Smart Search und zeichnen auf allen Kanälen in vollen 8 MP auf. Der Subtyp -P4 bedeutet, dass der Rekorder vier PoE-Ports hat, über die Sie Kameras mit nur einem Kabel mit Strom und Daten versorgen.
Fazit
Eine Uniview-Typenbezeichnung wirkt kompliziert, ist aber eigentlich eine kurze Zusammenfassung der technischen Daten. Mit den Tabellen oben erkennen Sie auf einen Blick, ob Sie eine Dome- oder Bullet-Kamera vor sich haben, welche Auflösung die Kamera bietet und welche Funktionen sie mitbringt. So vergleichen Sie UNV-Kameras und -Rekorder schneller und wählen mit mehr Sicherheit das richtige Modell.